Liebe Leute,
heute nur eine kurze Meldung aus Nueva Guinea: Seit 3 Tagen regnet es wieder!
Das bedeutet: oft grauer Himmel; starke Regenschauer, auch wenn man gerade auf dem Fahrrad sitzt, im Rucksack ein paar Tests hat, die nicht nass werden sollten; alle Nase lang Stromausfaelle; dadurch bedingtes Wasserwegbleiben; es wird wieder kaelter (aber auch angenehmer); es riecht wieder so gut nach Regen; ich muss doch keinen Gartenschlauch mehr kaufen!
Naja, mal wieder Vor- und Nachteile...
Was ich aber eigentlich erzaehlen wollte: Wir fahren morgen mit dem 5. año (Abschlussjahrgang) und "Sano y Salvo" (Organisation und Bauernkooperative, die hier in der Gegend durch Weiterbildungen die ökologische Landwirtschaft fördern will) auf eine Exkursion auf, die bis Montag dauern wird. Wundert Euch also nicht, wenn es keine Antworten auf Mails oder so gibt! Wahrscheinlich werde ich dort nicht mal Handyempfang haben, weil wir zuerst mit dem Bus irgendwohin fahren und dann noch ca. 6 Stunden laufen muessen... Was wir dort genau tun, warum wir so weit weg gehen muessen, wie dort alles aussah und WIE lang der Fussmarsch wirklich ist, werde ich hoffentlich in den nächsten Tagen herausfinden und Euch dann auch berichten können...
Ich hoffe, Ihr hattet schon Gelegenheit, meinen brandaktuellen Bericht zu lesen und lediglich ein Internetausfall hat Euch daran gehindert, mir darauf zu antworten ;)
Wer den Bericht nicht bekommen, ihn aber lesen möchte, möge mir bitte eine Mail schreiben! Ich reiche ihn dann nach!
Eure Lisa
Donnerstag, 23. April 2009
Dienstag, 14. April 2009
wieder da!
aalsooo...
mir fiel auf: Ich hab Euch gar keine FROHEN OSTERFEIERTAGE gewuenscht! Das sei hiermit nachgeholt!
Ich hatte schoene Feiertage, immerhin hatten wir ja auch eine Woche schulfrei, der Ostermontag ist hier aber kein Feiertag. Am Donnerstag hab ich mich nach Ometepe aufgemacht, nach 4 Stunden Schlaf und ca. 14 Stunden Reise (getrampt, mit dem Schiff, mit dem Bus) waren wir danna uch endlich angekommen.
In Familien haben wir geschlafen, gegessen und ein wenig Konversation betrieben, in der Freundesgruppe den Tag verbracht und abends mit allen Lagerfeuer und Fiestas gemacht. Beim Badengehen hab ich mir wohl ein wenig die Ohren entzuendet, aber ich hab schon Ohrentropfen - es wird besser. Nachdem ich einen Bus verpasst hatte und deshalb nicht mehr aus dem Dorf auf der Insel wegkam, bin ich einen Tag spaeter als gedacht, aber wie immer wohlbehalten nach Hause gekommen.
Mit der Schule ging es wieder wie gewohnt los, heute war das Alphabet dran und in Mathe die Zahlenbereiche (neues Thema: die irrationalen Zahlen). Hab einen tollen grossen Zahlenstrahl gebastelt, den ich dafuer jetzt immer nutzen kann!
Dann werd ich mich gleich noch an den Bericht setzen, um ihn endlich mal abschicken zu koennen und hoffe, dass er dann auch ganz zahlreich gelesen wird! Und wenn ich dann mehr Zeit habe, zum Beispiel am Freitag, werde ich mal sehen, ob ich ein paar Fotos hochladen kann (vom Backen, Ometepe, Schule etc.), damit ihr sehen koennt, wie ich aussehe, dass meine Haare froehlich weiterwachsen, weil ich Angst vor einem Friseur-Verschnitt habe, und vieles mehr! Aber das haengt eben leider auch von der Qualitaet der Verbindung, die meist nicht soo umwerfend ist, ab!
Vielen Dank an Euch, dass ihr mich hier sein lasst, wo ich Deutschland und Euch zwar schaetze, aber ehrlich gesagt nicht zu sehr vermisse!
Eure Profe Lisa
mir fiel auf: Ich hab Euch gar keine FROHEN OSTERFEIERTAGE gewuenscht! Das sei hiermit nachgeholt!
Ich hatte schoene Feiertage, immerhin hatten wir ja auch eine Woche schulfrei, der Ostermontag ist hier aber kein Feiertag. Am Donnerstag hab ich mich nach Ometepe aufgemacht, nach 4 Stunden Schlaf und ca. 14 Stunden Reise (getrampt, mit dem Schiff, mit dem Bus) waren wir danna uch endlich angekommen.
In Familien haben wir geschlafen, gegessen und ein wenig Konversation betrieben, in der Freundesgruppe den Tag verbracht und abends mit allen Lagerfeuer und Fiestas gemacht. Beim Badengehen hab ich mir wohl ein wenig die Ohren entzuendet, aber ich hab schon Ohrentropfen - es wird besser. Nachdem ich einen Bus verpasst hatte und deshalb nicht mehr aus dem Dorf auf der Insel wegkam, bin ich einen Tag spaeter als gedacht, aber wie immer wohlbehalten nach Hause gekommen.
Mit der Schule ging es wieder wie gewohnt los, heute war das Alphabet dran und in Mathe die Zahlenbereiche (neues Thema: die irrationalen Zahlen). Hab einen tollen grossen Zahlenstrahl gebastelt, den ich dafuer jetzt immer nutzen kann!
Dann werd ich mich gleich noch an den Bericht setzen, um ihn endlich mal abschicken zu koennen und hoffe, dass er dann auch ganz zahlreich gelesen wird! Und wenn ich dann mehr Zeit habe, zum Beispiel am Freitag, werde ich mal sehen, ob ich ein paar Fotos hochladen kann (vom Backen, Ometepe, Schule etc.), damit ihr sehen koennt, wie ich aussehe, dass meine Haare froehlich weiterwachsen, weil ich Angst vor einem Friseur-Verschnitt habe, und vieles mehr! Aber das haengt eben leider auch von der Qualitaet der Verbindung, die meist nicht soo umwerfend ist, ab!
Vielen Dank an Euch, dass ihr mich hier sein lasst, wo ich Deutschland und Euch zwar schaetze, aber ehrlich gesagt nicht zu sehr vermisse!
Eure Profe Lisa
Mittwoch, 8. April 2009
Semana Santa
Hallo ihr Lieben!
Also, ich bin gerade noch in meiner Heimatstadt und habe die letzten Tage ein wenig in der WG gearbeitet (Regale und Kisten aufgeräumt, ein paar Sachen umgestellt und so) und heute war ich mit meiner Gastmama bei einer ihrer Tanten und wir haben das hier für die Semana Santa (Karwoche) typische Gebaeck gemacht (aus Mais und Kaese wird der Teig mit Zucker gemacht und mit saurer Sahne, Margarine und Fett). Hat mir seeehr viel Spass gemacht, wenn auch gleuchzeitig sehr anstrengend war, weil ich von morgens um 8, wo der Mais gewaschen wurde, bis nachmittags um 16 Uhr, als die vielen vielen Bleche aus dem Holzofen geholt wurden, da war und mitgeholfen habe. Aber ein leckeres Mittagessen und nette Gesellschaft hab ich dafuer ja schliesslich auch bekommen (und natuerlich was vom Gebaeck *gg*)... war ein wirklich schoenes Erlebnis, hab auch ein paar ganz gute Fotos gemacht, die ich dann wohl bald mal hochladen werde (leider ist die Verbindung hier immer so langsam)... Schoen, mal wieder viel Zeit mit meiner Gastmutter Mari zu verbringen und mehr Leute ihrer Familie kennenzulernen!
Am Sonntag und Montag war ich mit ca. 40 anderen Leuten aus Nueva Guinea (aus der Uni und Lehrer von Schulen und deren Familien) auf einer Insel im Nicaraguasee (siehe auch den letzten Eintrag). Im Nachhinein kann ich berichten: Die Hinfahrt war ziemlich anstrengend, weil ich sehr muede und sehr verschnupft war und hinten sass und somit dort, wo die jungen Englischstudenten Party gemacht haben. Da ich die noch nicht kannte, war es ein wenig merkwuerdig... (und ich war neidisch, weil ich nicht so viel Spass hatte ;-) )
Dann kamen wir an und ich merkte, wie viel die Nicas alle an Essen und Trinken (vor allem Alkohol und Wasser) dabei hatten, nur wir Deutschen hatten so gut wie gar nichts, weil wir dachten, dass man auf der Insel auch etwas kaufen koennte. Ploetzlich sah es aber ganz anders aus... Ich hatte schon ein wenig Angst, wie wir die guten 24 Stunden auf der Insel ueberstehen wuerden. Aber es stellte sich dann heraus, dass es sowohl etwas zu kaufen gab als auch die Nicas (eben die besagten Englischstudenten, mit denen ich dann letztendlich am meisten zu tun hatte an den 2 Tagen) uns gern etwas abgaben. Aber komisch fuehl ich mich schon immer dabei, wenn Nicas mir, der Weissen, dieja eigentlich Geld hat, so viel Essen und mehr schenken. Schenken sie es mir dann, weil ich weiss bin, weil sie mich als Person nett finden oder weil sie so hilfsbereit sind? So genau weiss ich das immer nicht.
So assen wir also frisch gefangenen und ueber dem Lagerfeuer frittierten Fisch mit Reis und tranken vom Wasser und Rum unserer neuen Freunde. Besonderes Erlebnis: Im Wasser sitzend, den Steg als Bar benutzend, ein Glaeschen Rum-Cola auf Eis zu geniessen. Wie bei einem schoenen deutschen Strandausflug hatten naemlich auch die Nicas alle ihre ueberdimensionierten Kuehlboxen mit. Etwas haben also scheinbar alle Kulturen gemein ;-)
Am Abend gab es dann erst gemuetliches Reden und Kartenspielen, dann Musik und Tanz (wo ich eigentlich immer dabei bin :D ) und schliesslich haben wir uns in unsere Haengematten gelegt, von denen aus man den hell scheinenden Mond sehen konnte, den See rauschen und die Grillen zirpen hoeren... (das war wirklich so, ist nicht gelogen! Dieser Ort hat mich mit seiner Einsamkeit, Romantik und Realitaetsferne sehr begeistert)
8 Uhr am naechsten Morgen aufgestanden uns eigentlich den ganzen Vormittag mehr oder weniger im Wasser verbracht, ging es dann gegen 13 Uhr wieder los, mit dem Boot zum Bus und mit dem Bus ueber die Sandpiste und schliesslich Landstrasse 4 Stunden nach Hause. Diesmal sass ich dann bei den Studenten zwischendrin (allerdings wurde keine Party gemacht, weil alle sehr fertig waren und geschlafen haben).
Abschliessendes Resumee: Toller Ausflug, bei dem wir zum Einen Nicaraguas Schoenheit geniessen und zum Anderen Kontakte knuepfen konnten!
Und um noch weiter Zeit mit Nicas zu verbringen, allerdings mit anderen, werde ich mich heute Nacht (bzw. Donnerstagmorgen um 2) in den Bus nach Managua setzen und schliesslich noch nach Rivas weiterfahren, um mit den Freiwilligen aus Masaya und einigen ihrer Nicafreunde nach Ometepe zu fahren.
Was ich da erlebe und wie es in der Schule weitergeht erfahrt ihr dann ein ander Mal!!!
Eure Lisa, die viel auf Achse ist
Also, ich bin gerade noch in meiner Heimatstadt und habe die letzten Tage ein wenig in der WG gearbeitet (Regale und Kisten aufgeräumt, ein paar Sachen umgestellt und so) und heute war ich mit meiner Gastmama bei einer ihrer Tanten und wir haben das hier für die Semana Santa (Karwoche) typische Gebaeck gemacht (aus Mais und Kaese wird der Teig mit Zucker gemacht und mit saurer Sahne, Margarine und Fett). Hat mir seeehr viel Spass gemacht, wenn auch gleuchzeitig sehr anstrengend war, weil ich von morgens um 8, wo der Mais gewaschen wurde, bis nachmittags um 16 Uhr, als die vielen vielen Bleche aus dem Holzofen geholt wurden, da war und mitgeholfen habe. Aber ein leckeres Mittagessen und nette Gesellschaft hab ich dafuer ja schliesslich auch bekommen (und natuerlich was vom Gebaeck *gg*)... war ein wirklich schoenes Erlebnis, hab auch ein paar ganz gute Fotos gemacht, die ich dann wohl bald mal hochladen werde (leider ist die Verbindung hier immer so langsam)... Schoen, mal wieder viel Zeit mit meiner Gastmutter Mari zu verbringen und mehr Leute ihrer Familie kennenzulernen!
Am Sonntag und Montag war ich mit ca. 40 anderen Leuten aus Nueva Guinea (aus der Uni und Lehrer von Schulen und deren Familien) auf einer Insel im Nicaraguasee (siehe auch den letzten Eintrag). Im Nachhinein kann ich berichten: Die Hinfahrt war ziemlich anstrengend, weil ich sehr muede und sehr verschnupft war und hinten sass und somit dort, wo die jungen Englischstudenten Party gemacht haben. Da ich die noch nicht kannte, war es ein wenig merkwuerdig... (und ich war neidisch, weil ich nicht so viel Spass hatte ;-) )
Dann kamen wir an und ich merkte, wie viel die Nicas alle an Essen und Trinken (vor allem Alkohol und Wasser) dabei hatten, nur wir Deutschen hatten so gut wie gar nichts, weil wir dachten, dass man auf der Insel auch etwas kaufen koennte. Ploetzlich sah es aber ganz anders aus... Ich hatte schon ein wenig Angst, wie wir die guten 24 Stunden auf der Insel ueberstehen wuerden. Aber es stellte sich dann heraus, dass es sowohl etwas zu kaufen gab als auch die Nicas (eben die besagten Englischstudenten, mit denen ich dann letztendlich am meisten zu tun hatte an den 2 Tagen) uns gern etwas abgaben. Aber komisch fuehl ich mich schon immer dabei, wenn Nicas mir, der Weissen, dieja eigentlich Geld hat, so viel Essen und mehr schenken. Schenken sie es mir dann, weil ich weiss bin, weil sie mich als Person nett finden oder weil sie so hilfsbereit sind? So genau weiss ich das immer nicht.
So assen wir also frisch gefangenen und ueber dem Lagerfeuer frittierten Fisch mit Reis und tranken vom Wasser und Rum unserer neuen Freunde. Besonderes Erlebnis: Im Wasser sitzend, den Steg als Bar benutzend, ein Glaeschen Rum-Cola auf Eis zu geniessen. Wie bei einem schoenen deutschen Strandausflug hatten naemlich auch die Nicas alle ihre ueberdimensionierten Kuehlboxen mit. Etwas haben also scheinbar alle Kulturen gemein ;-)
Am Abend gab es dann erst gemuetliches Reden und Kartenspielen, dann Musik und Tanz (wo ich eigentlich immer dabei bin :D ) und schliesslich haben wir uns in unsere Haengematten gelegt, von denen aus man den hell scheinenden Mond sehen konnte, den See rauschen und die Grillen zirpen hoeren... (das war wirklich so, ist nicht gelogen! Dieser Ort hat mich mit seiner Einsamkeit, Romantik und Realitaetsferne sehr begeistert)
8 Uhr am naechsten Morgen aufgestanden uns eigentlich den ganzen Vormittag mehr oder weniger im Wasser verbracht, ging es dann gegen 13 Uhr wieder los, mit dem Boot zum Bus und mit dem Bus ueber die Sandpiste und schliesslich Landstrasse 4 Stunden nach Hause. Diesmal sass ich dann bei den Studenten zwischendrin (allerdings wurde keine Party gemacht, weil alle sehr fertig waren und geschlafen haben).
Abschliessendes Resumee: Toller Ausflug, bei dem wir zum Einen Nicaraguas Schoenheit geniessen und zum Anderen Kontakte knuepfen konnten!
Und um noch weiter Zeit mit Nicas zu verbringen, allerdings mit anderen, werde ich mich heute Nacht (bzw. Donnerstagmorgen um 2) in den Bus nach Managua setzen und schliesslich noch nach Rivas weiterfahren, um mit den Freiwilligen aus Masaya und einigen ihrer Nicafreunde nach Ometepe zu fahren.
Was ich da erlebe und wie es in der Schule weitergeht erfahrt ihr dann ein ander Mal!!!
Eure Lisa, die viel auf Achse ist
Donnerstag, 2. April 2009
Die letzte Zeit
Hallo ihr Lieben!!!
Also, irgendwann muss ich mal meinen Hass gegen das Internet und Computer im Allgemeinen überwinden, schließlich soll es ja kein Hass oder Desinteresse Euch gegenüber werden.
Heute (1.4.) bekam ich zwei sehr liebe Mails (die Verfasser werden sich jetzt angesprochen fühlen), in denen ich zum Einen darüber informiert wurde, dass zwei Tage, nachdem ich mein erstes Päckchen mit freudigem Grinsen und Magengrummeln vor Vorfreude auf die viiiiele Schokolade öffnete, schon das nächste unterwegs ist! (Aber Achtung: das heißt nicht, dass ich mich über mehr nicht freue!)
Zum Zweiten schrieb man mir, dass der Frühling Einzug gehalten hat in Berlin und Umgebung, dass die Sonne wieder in Eure Gesichter lacht und sich doch die meisten guter Gesundheit befinden. Was mir dann ein wenig Leid tat, war, dass es Einige gibt, die sehr oft auf diesen Blog schauen und nur sehr selten mit Neuigkeiten erfreut werden. Ihr möget mir verzeihen und trotzdem den Mut nicht verlieren, dass etwas Neues da sein könnte!!!
Vielen Dank an alle, die an dem, was mir hier widerfährt, so interessiert sind!
Wer noch dazu sich ein wenig weiterbilden möchte oder Zeit hat, mal was wirklich TOLLES, INTERESSANTES, WISSENSWERTES und KREATIVES zu lesen, dem empfehle ich die neue (13.) Ausgabe unserer Freiwilligenzeitung ganz waermstens (auch ich habe einen minikleinen Beitrag geleistet)!! Runterzuladen gibt es sie unter: www.wortwechsel-weltweit.de. (siehe auch den Link links unter „Freiwilligenzeitung“)
Was gibt es also Neues zu berichten aus Neueva Guinea?
Nun, da wäre zuerst einmal, dass wir auf dem Zwischentreffen waren, von wo ich eine Mail schickte und wovon ich im nächsten Erfahrungsbericht schreiben werde. Nur so viel: Es war ein feucht fröhliches Wiedersehen mit allen Freiwilligen meiner Organisation (WI e. V.), die in Mittelamerika „stationiert“ sind und mit den beiden aus Sankt Petersburg (gut, um meine Russischbrocken nochmal aufzufrischen/zu konservieren). Neben einem „Erfahrungsaustausch“, wie unsere Gespräche offiziell genannt werden ;-) fanden außerdem Workshops, Ausflüge, Planung für die Zukunft und andere Dinge statt. Insgesamt waren es neun wunderschöne Tage, an die ich noch zwei Tage Pazifikstrand-Aufenthalt mit einigen von den Freiwilligen gehangen habe, um das ganze auch gebührend ausklingen zu lassen... Nach Nueva Guinea bin ich mit ein paar neuen Ideen, erholter und frischer und auch irgendwie energiegeladener zurückgekommen. Gleichzeitig habe ich bei diversen Klagen und Kritik der Freiwilligen über ihre jeweilige Situation – sei es im Projekt, im WG-Alltag oder im Land allgemein – mein eigenes Leben als Lehrerin in Nueva Guinea auch wieder zu schätzen gelernt. Es hat eben ALLES IMMER Vor- und Nachteile. Doch jede Ungerechtigkeit gleicht sich am Ende auf andere Weise wieder aus, als man vielleicht erwartet hätte und viele Dinge sind doch mit Geld gar nicht aufzuwiegen (es gab nämlich Diskussionen über Luxus in manchen WGs, über Kosten, die durch Anreise zu dem Zwischentreffen entstanden sind, über Essens- oder Taschengeld, das nicht ausreicht und vieles mehr – daran kann man sehen, dass auch sozial tätige Freiwillige vor Neid nicht gefeit sind).
So, mal eine kleine Weisheit für zwischendurch ;-)
Dann kamen wir zurück und wurden erstmal von unserem deutschen „Chef“ (also demjenigen, der bei der WI für uns verantwortlich ist) besucht und etwas genauer unter die Lupe genommen.
Das hat insofern Sinn, als er einfach besser weiß, wie es hier bei uns abläuft, was wir machen, wo, mit wem und wann wir uns auseinander setzen müssen und wie es uns dabei geht. Andererseits konnte er uns eben auch noch ein paar Tipps geben (als studierter Psychologe :D), was den Unterricht, das WG-Leben und unser Wohlbefinden betrifft (ich muss noch irgendeine Aktivität finden, die dann ganz allein meine Sache ist, habe ich im Gespräch mit ihm herausgefunden). Und unsere Direktorin hat ihm natürlich mal ein paar Details ihrer Ansichten uns gegenüber mitgeteilt, die sie uns so niemals sagen würde. Die Nicas sind nämlich nicht immer so direkt, wie man es sich als Deutscher (besonders als Berliner, die wir besonders direkt sein sollen, wie mir meine WG-Kumpanen eröffneten) manchmal wünschen würde. Aber da war eben nicht nur Kritik sondern auch Lob dabei, was natürlich immer ein kleiner Seelenstreichler ist...
Überraschend kam ich dann eines Donnerstagnachmittags ziemlich fertig von der Schule, weil ich die Woche über fast jeden Tag fünf Stunden dort gewesen war. Da roch es ein wenig angebrannt und auf meine Frage hin, was das denn sei, antwortete Jessi: „Britta hat was anbrennen lassen!“ Nun müsst Ihr wissen, dass Britta eine ehemalige Freiwillige aus Masaya (Nicaragua), gleichzeitig auch in der Vorbereitung und jetzt für uns „Nicas“ eine der beiden Länderkoordinatoren ist und deshalb zum Zwischentreffen kam, um uns zu treffen und unseren „Chef“ (er heißt übrigens Johannes) zu unterstützen. Für mich war sie in der Vorbereitung eine sehr wichtige Ansprechpartnerin, beim Vorbereitungsseminar sind wir sogar ganz gute Freundinnen geworden und jetzt beim Zwischentreffen war der Umgang einfach lustig, vertraut und unkompliziert. Aber das soll auch genügen als kleiner Exkurs zu ihr.
Auf jeden Fall stand dann eben diese Britta, deren Flug eigentlich ein Tag vorher ging, bei uns auf der Terrasse und das hat besonders für mich und Stephan (weil wir uns von uns vieren am besten mit ihr verstehen) den Stress der letzten Tage ein wenig unwichtiger gemacht. Dass sie da war, war uns auch eine willkommene Abwechslung zum Schulstress, wir sind zu einem Flussfreibad gefahren, abends essen gegangen und haben unendliche Runden Skat gespielt. Natürlich kam auch das Klatschen und Tratschen nicht zu kurz....
Jetzt ist aber der ganze Besuchstrubel vorbei, der Alltag hält wieder Einzug, wenn auch in etwas abgewandelter, noch nie dagewesener Form: Seit unserer Rückkehr vom Zwischentreffen hat es keinen richtigen Regenguss mehr gegeben! Nur ein wenig Getroepfel nachts! 10 Tage ohne Regen? Das ist doch nicht sooo was Besonderes, könntet Ihr jetzt entgegnen, aber dann lasst Euch gesagt sein, dass es hier bis jetzt wirklich im Schnitt jeden dritten Tag einen ordentlichen Regenguss gegeben hat. Und jetzt kommen wir wieder und alles ist anders: das alte Freiwilligenhaus wurde umgestrichen und es regnet nicht mehr! Außerdem ist es gerade so warm (32 Grad im Haus, 33 im Schatten), dass wir morgens am Fruehstueckstisch sitzen und einfach nur vom Sitzen schwitzen. Der heißeste Monat – April – ist da! (zum Glück ist in der Schule viel Schatten und immer ein aeusserst angenehmes Mikro-Klima)
Das bedeutet auch, dass die Semana Santa ansteht – die Osterwoche – und das heißt: Schon wieder FERIEN!!! Aber wir haben uns entschlossen, größtenteils hier zu bleiben, um mehr von den Traditionen (und das ist hauptsächlich köstliches Essen *gg*) mitzubekommen... Außer am Sonntag, da werden wir mit ca. 40 Leuten (Studenten, Unidozenten und Lehrern von anderen Schulen) aus Nueva Guinea einen Ausflug auf eine Insel im Nicaraguasee (für die Ortskundigen: Es ist nicht Ometepe und sie liegt auf „unserer“ - also der Ostseite – des Sees), wo es einen Strand, eine Disko und die Möglichkeit zum Angeln gibt. Mehr darüber dann im auf den nächsten folgenden Bericht ;-)
Zur Schule: die Schüler suchen immer noch jede Möglichkeit, sich vor Hausaufgaben, Tests und Vorträgen zu drücken bzw. sind sie ausgerechnet dann sehr erfinderisch (beim Ausreden finden) wenn es eigentlich nicht so sinnvoll ist. Was wäre möglich, wenn sie diese Kreativität beim Erfinden von Englisch-Dialogen oder Mathe-Statistiken anwenden würden!!! Aber wirklich beschweren kann ich mich eigentlich nicht, da sie sich bei mir immer noch ganz gut benehmen, besonders in den Pausen und außer-unterrichtlich... auch wenn dazu teilweise ein wenig Bestechung nötig ist (hier ein Kuchen, dort ein Spiel ;-D ) aber dieser Mittel bediene ich mich doch eher selten...
So, außerdem geht grad noch das erste Parcial dieses Schuljahres zu Ende, weshalb ich jetzt mal schnell die Noten geben und ausrechnen werde (teilweise kommt mir da meine Methode, die mündliche Mitarbeit zu bewerten, ziemlich willkürlich vor – arm dran sind dann die Schüler, die ich nicht so gut leiden kann!
Ich hoffe, ihr seid jetzt soweit wieder auf dem Laufenden, alles was ihr sonst noch wissen wollt, zögert nicht zu fragen! Ich bin für vieles offen...
Eure lebend(ig)e Lisa
Also, irgendwann muss ich mal meinen Hass gegen das Internet und Computer im Allgemeinen überwinden, schließlich soll es ja kein Hass oder Desinteresse Euch gegenüber werden.
Heute (1.4.) bekam ich zwei sehr liebe Mails (die Verfasser werden sich jetzt angesprochen fühlen), in denen ich zum Einen darüber informiert wurde, dass zwei Tage, nachdem ich mein erstes Päckchen mit freudigem Grinsen und Magengrummeln vor Vorfreude auf die viiiiele Schokolade öffnete, schon das nächste unterwegs ist! (Aber Achtung: das heißt nicht, dass ich mich über mehr nicht freue!)
Zum Zweiten schrieb man mir, dass der Frühling Einzug gehalten hat in Berlin und Umgebung, dass die Sonne wieder in Eure Gesichter lacht und sich doch die meisten guter Gesundheit befinden. Was mir dann ein wenig Leid tat, war, dass es Einige gibt, die sehr oft auf diesen Blog schauen und nur sehr selten mit Neuigkeiten erfreut werden. Ihr möget mir verzeihen und trotzdem den Mut nicht verlieren, dass etwas Neues da sein könnte!!!
Vielen Dank an alle, die an dem, was mir hier widerfährt, so interessiert sind!
Wer noch dazu sich ein wenig weiterbilden möchte oder Zeit hat, mal was wirklich TOLLES, INTERESSANTES, WISSENSWERTES und KREATIVES zu lesen, dem empfehle ich die neue (13.) Ausgabe unserer Freiwilligenzeitung ganz waermstens (auch ich habe einen minikleinen Beitrag geleistet)!! Runterzuladen gibt es sie unter: www.wortwechsel-weltweit.de. (siehe auch den Link links unter „Freiwilligenzeitung“)
Was gibt es also Neues zu berichten aus Neueva Guinea?
Nun, da wäre zuerst einmal, dass wir auf dem Zwischentreffen waren, von wo ich eine Mail schickte und wovon ich im nächsten Erfahrungsbericht schreiben werde. Nur so viel: Es war ein feucht fröhliches Wiedersehen mit allen Freiwilligen meiner Organisation (WI e. V.), die in Mittelamerika „stationiert“ sind und mit den beiden aus Sankt Petersburg (gut, um meine Russischbrocken nochmal aufzufrischen/zu konservieren). Neben einem „Erfahrungsaustausch“, wie unsere Gespräche offiziell genannt werden ;-) fanden außerdem Workshops, Ausflüge, Planung für die Zukunft und andere Dinge statt. Insgesamt waren es neun wunderschöne Tage, an die ich noch zwei Tage Pazifikstrand-Aufenthalt mit einigen von den Freiwilligen gehangen habe, um das ganze auch gebührend ausklingen zu lassen... Nach Nueva Guinea bin ich mit ein paar neuen Ideen, erholter und frischer und auch irgendwie energiegeladener zurückgekommen. Gleichzeitig habe ich bei diversen Klagen und Kritik der Freiwilligen über ihre jeweilige Situation – sei es im Projekt, im WG-Alltag oder im Land allgemein – mein eigenes Leben als Lehrerin in Nueva Guinea auch wieder zu schätzen gelernt. Es hat eben ALLES IMMER Vor- und Nachteile. Doch jede Ungerechtigkeit gleicht sich am Ende auf andere Weise wieder aus, als man vielleicht erwartet hätte und viele Dinge sind doch mit Geld gar nicht aufzuwiegen (es gab nämlich Diskussionen über Luxus in manchen WGs, über Kosten, die durch Anreise zu dem Zwischentreffen entstanden sind, über Essens- oder Taschengeld, das nicht ausreicht und vieles mehr – daran kann man sehen, dass auch sozial tätige Freiwillige vor Neid nicht gefeit sind).
So, mal eine kleine Weisheit für zwischendurch ;-)
Dann kamen wir zurück und wurden erstmal von unserem deutschen „Chef“ (also demjenigen, der bei der WI für uns verantwortlich ist) besucht und etwas genauer unter die Lupe genommen.
Das hat insofern Sinn, als er einfach besser weiß, wie es hier bei uns abläuft, was wir machen, wo, mit wem und wann wir uns auseinander setzen müssen und wie es uns dabei geht. Andererseits konnte er uns eben auch noch ein paar Tipps geben (als studierter Psychologe :D), was den Unterricht, das WG-Leben und unser Wohlbefinden betrifft (ich muss noch irgendeine Aktivität finden, die dann ganz allein meine Sache ist, habe ich im Gespräch mit ihm herausgefunden). Und unsere Direktorin hat ihm natürlich mal ein paar Details ihrer Ansichten uns gegenüber mitgeteilt, die sie uns so niemals sagen würde. Die Nicas sind nämlich nicht immer so direkt, wie man es sich als Deutscher (besonders als Berliner, die wir besonders direkt sein sollen, wie mir meine WG-Kumpanen eröffneten) manchmal wünschen würde. Aber da war eben nicht nur Kritik sondern auch Lob dabei, was natürlich immer ein kleiner Seelenstreichler ist...
Überraschend kam ich dann eines Donnerstagnachmittags ziemlich fertig von der Schule, weil ich die Woche über fast jeden Tag fünf Stunden dort gewesen war. Da roch es ein wenig angebrannt und auf meine Frage hin, was das denn sei, antwortete Jessi: „Britta hat was anbrennen lassen!“ Nun müsst Ihr wissen, dass Britta eine ehemalige Freiwillige aus Masaya (Nicaragua), gleichzeitig auch in der Vorbereitung und jetzt für uns „Nicas“ eine der beiden Länderkoordinatoren ist und deshalb zum Zwischentreffen kam, um uns zu treffen und unseren „Chef“ (er heißt übrigens Johannes) zu unterstützen. Für mich war sie in der Vorbereitung eine sehr wichtige Ansprechpartnerin, beim Vorbereitungsseminar sind wir sogar ganz gute Freundinnen geworden und jetzt beim Zwischentreffen war der Umgang einfach lustig, vertraut und unkompliziert. Aber das soll auch genügen als kleiner Exkurs zu ihr.
Auf jeden Fall stand dann eben diese Britta, deren Flug eigentlich ein Tag vorher ging, bei uns auf der Terrasse und das hat besonders für mich und Stephan (weil wir uns von uns vieren am besten mit ihr verstehen) den Stress der letzten Tage ein wenig unwichtiger gemacht. Dass sie da war, war uns auch eine willkommene Abwechslung zum Schulstress, wir sind zu einem Flussfreibad gefahren, abends essen gegangen und haben unendliche Runden Skat gespielt. Natürlich kam auch das Klatschen und Tratschen nicht zu kurz....
Jetzt ist aber der ganze Besuchstrubel vorbei, der Alltag hält wieder Einzug, wenn auch in etwas abgewandelter, noch nie dagewesener Form: Seit unserer Rückkehr vom Zwischentreffen hat es keinen richtigen Regenguss mehr gegeben! Nur ein wenig Getroepfel nachts! 10 Tage ohne Regen? Das ist doch nicht sooo was Besonderes, könntet Ihr jetzt entgegnen, aber dann lasst Euch gesagt sein, dass es hier bis jetzt wirklich im Schnitt jeden dritten Tag einen ordentlichen Regenguss gegeben hat. Und jetzt kommen wir wieder und alles ist anders: das alte Freiwilligenhaus wurde umgestrichen und es regnet nicht mehr! Außerdem ist es gerade so warm (32 Grad im Haus, 33 im Schatten), dass wir morgens am Fruehstueckstisch sitzen und einfach nur vom Sitzen schwitzen. Der heißeste Monat – April – ist da! (zum Glück ist in der Schule viel Schatten und immer ein aeusserst angenehmes Mikro-Klima)
Das bedeutet auch, dass die Semana Santa ansteht – die Osterwoche – und das heißt: Schon wieder FERIEN!!! Aber wir haben uns entschlossen, größtenteils hier zu bleiben, um mehr von den Traditionen (und das ist hauptsächlich köstliches Essen *gg*) mitzubekommen... Außer am Sonntag, da werden wir mit ca. 40 Leuten (Studenten, Unidozenten und Lehrern von anderen Schulen) aus Nueva Guinea einen Ausflug auf eine Insel im Nicaraguasee (für die Ortskundigen: Es ist nicht Ometepe und sie liegt auf „unserer“ - also der Ostseite – des Sees), wo es einen Strand, eine Disko und die Möglichkeit zum Angeln gibt. Mehr darüber dann im auf den nächsten folgenden Bericht ;-)
Zur Schule: die Schüler suchen immer noch jede Möglichkeit, sich vor Hausaufgaben, Tests und Vorträgen zu drücken bzw. sind sie ausgerechnet dann sehr erfinderisch (beim Ausreden finden) wenn es eigentlich nicht so sinnvoll ist. Was wäre möglich, wenn sie diese Kreativität beim Erfinden von Englisch-Dialogen oder Mathe-Statistiken anwenden würden!!! Aber wirklich beschweren kann ich mich eigentlich nicht, da sie sich bei mir immer noch ganz gut benehmen, besonders in den Pausen und außer-unterrichtlich... auch wenn dazu teilweise ein wenig Bestechung nötig ist (hier ein Kuchen, dort ein Spiel ;-D ) aber dieser Mittel bediene ich mich doch eher selten...
So, außerdem geht grad noch das erste Parcial dieses Schuljahres zu Ende, weshalb ich jetzt mal schnell die Noten geben und ausrechnen werde (teilweise kommt mir da meine Methode, die mündliche Mitarbeit zu bewerten, ziemlich willkürlich vor – arm dran sind dann die Schüler, die ich nicht so gut leiden kann!
Ich hoffe, ihr seid jetzt soweit wieder auf dem Laufenden, alles was ihr sonst noch wissen wollt, zögert nicht zu fragen! Ich bin für vieles offen...
Eure lebend(ig)e Lisa
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